DIE NIBELUNGEN

nach Friedrich Hebbel
Siegfried, der deutsche Held, ist tot. Doch der Mythos der Nibelungen lebt weiter. Von Wagner bis in die Gegenwart wurde der Stoff immer wieder variiert, auf sein Potential zur nationalen Identitätsfindung abgeklopft, faschistisch instrumentalisiert und zum „Nationalepos der Deutschen“ erhoben. Scheinbar allgemein bekannt ist daher die Geschichte um den Burgunder König Gunther, dessen Gefolgsmann Hagen und den Drachentöter Siegfried: Königin Brunhild ist mächtig, schön und unverheiratet, denn jeden Werber fordert sie zum Kampf um Leben und Tod heraus. Als Gunther das erste Mal von ihr hört, entflammt er sofort. Siegfried soll helfen, Brunhild zu unterwerfen – zum Dank darf er Gunthers Schwester Kriemhild heiraten. Durch eine List wird Brunhild besiegt und nach Worms gebracht. Doch als die Sache ans Licht kommt, wird Siegfried von Hagen ermordet. Kriemhild, rasend in ihrer Trauer, dreht die Gewaltspirale weiter und führt die Familie in eine blutige Katastrophe.

Warum beschwören wir immer wieder diesen Mythos? Was erzählt er uns über Schuld und unseren Umgang damit? Im eigentlichen Zentrum dieser Geschichte stehen zwei Frauen, deren Schicksal untrennbar miteinander verwoben ist: Kriemhild, die Siegfried liebt, und Brunhild, die von diesem bezwungen wird. Ihrer beide Geschichte zeugt von Gewalt und Unterwerfung – und von einem tiefen Schweigen darüber, das in den Zeiten und Generationen widerhallt. Regisseurin Alice Buddeberg unternimmt mit ihrem Ensemble eine theatrale Suchbewegung, die nach dem Unerzählten forscht und anhand des Mythos die Vergangenheit und eine naheliegende Zukunft befragt. Wie schreiben sich Erfahrungen von Gewalt, Trauer und Ohnmacht in uns ein? Was heißt es, übrig zu bleiben, zu erinnern? Kann es einen Ausweg aus der scheinbaren Zwangsläufigkeit von Geschichte geben?
Für diese Inszenierung gibt es Hinweise zu sensiblen Inhalten (Content Notes), die Sie HIER nachlesen können.
3 STUNDEN, 10 MINUTEN, EINE PAUSE / 16+ / PREMIERE 11-SEP-2026 / GROSSES HAUS

MIT

Die ältere Kriemhild
Die jüngere Kriemhild
Die ältere Brunhild / Frigga
Die jüngere Brunhild
Hagen von Tronje
König Gunther
Giselher
Siegfried
Ensemble

TERMINE

https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

16:00 - 19:10 Großes Haus
C
Karten
https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

19:30 - 22:40 Großes Haus
C
Karten
https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

19:30 - 22:40 Großes Haus
C
Karten
https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

18:00 - 21:10 Großes Haus
C
Karten
https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

18:00 - 21:10 Großes Haus
C
Karten
https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

18:00 - 21:10 Großes Haus
C
Karten
DIE NIBELUNGEN
Katja Zinsmeister, Janine Kreß, Mia Rainprechter, Jan Hallmann, Ronni Rath, Arne Lenk (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Janine Kreß, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Ronni Rath, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Arne Lenk, Jan Hallmann (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Mia Rainprechter, Ronni Rath (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Mia Rainprechter, Jan Hallmann, Arne Lenk (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Mia Rainprechter, Katja Zinsmeister (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Mia Rainprechter, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Jan Hallmann, Paul Wilms, Arne Lenk, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Mia Rainprechter, Ronni Rath (vorne v.l.), Jan Hallmann (hinten), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Ronni Rath, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Paul Wilms, Arne Lenk, Jan Hallmann (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
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Janine Kreß, Arne Lenk, Jan Hallmann (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
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Ronni Rath, Foto: Thomas M. Jauk
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Janine Kreß (aufrecht), Ronni Rath, Foto: Thomas M. Jauk
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Katja Zinsmeister, Mia Rainprechter (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
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Arne Lenk, Ronni Rath, Paul Wilms (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
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Janine Kreß, Foto: Thomas M. Jauk
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Arne Lenk, Jan Hallmann, Paul Wilms (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Janine Kreß (unten), Ronni Rath, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Jan Hallmann, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Katja Zinsmeister, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Paul Wilms, Mia Rainprechter (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Janine Kreß, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Janine Kreß, Arne Lenk, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Jan Hallmann, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Janine Kreß, Paul Wilms, Jan Hallmann, Arne Lenk, Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Jan Hallmann, Mia Rainprechter, Paul Wilms, Janine Kreß, Arne Lenk, Ronni Rath (v.l.), Foto: Thomas M. Jauk
DIE NIBELUNGEN
Katja Zinsmeister

PRESSESTIMMEN

„Die Inszenierung findet zu Momenten großer Eindringlichkeit, wenn sie dem Schmerz der Frauen Raum gibt. Alice Buddeberg gelingt eine kluge und sehenswerte Lektüre und Inszenierung der „Nibelungen“, die am Boden des in Deutschland immer wieder als Nationalstoff deklarierten Dramas eine große tragische Irrung patriarchalischer Gewaltkultur freilegt. Das ist großes Theater.“
Berliner Morgenpost, Hans Dieter Heimendahl
„Die dreistündige Potsdamer Inszenierung verfolgt in feiner Lesart des Hebbel’schen Textes die weibliche Perspektive auf die Nibelungensage. Die Frauenfiguren rücken ins Zentrum der Inszenierung und der germanische Mythos um die Nibelungen wird als Vergewaltigungsgeschichte entlarvt. Dabei scheint die weibliche Solidarität zwischen den sehr ungleichen Frauen Brunhild und Kriemhild wie ein Hoffnungsschimmer innerhalb einer denkbar blutigen Konstellation. Elegant hat Buddeberg Texte von Inge Müller, Ko-Autorin und Ehefrau im Schatten von Heiner Müller, in die Theaterarbeit aufgenommen, die an diesem Abend die Verbindung weisen von mittelalterlichem Epos, Hebbels düsterem 19. Jahrhundert, zur Nachkriegszeit und bis ins Heute.“
nd, Erik Zielke
„Sehr real wird die Kehrseite des Siegfriedschen Mythos gezeigt. Der Balmungschwinger ist auch ein Vergewaltiger, wenn es ihm dient. Der vielschichtige Text, der große Ernst auf leichten Füßen, die schauspielerische Kraft schaffen es, dass dieser Abend beides ist: Loblied und Abgesang zugleich auf das, was man Zivilisation nennen könnte.“
Potsdamer Neueste Nachrichten, Lena Schneider