Don Juan oder Der steinerne Gast
»Ich kenne im Begehren keine Grenzen; mein Herz wird sich noch um den ganzen Erdball lieben
«, erklärt Don Juan seinem Diener Sganarelle. Don Juans Gottheit ist die Schönheit. Er glaubt nicht an Himmel noch Hölle, nur daran, dass Zwei und Zwei Vier sind. Und so nimmt er sich auf Erden alles heraus. Wie ein Süchtiger wirft er sich von Eroberung zu Eroberung und schreckt vor keiner Übertretung zurück. Doņa Elvira hat er gar aus dem Kloster entführt und geheiratet, wie er jede heiratet, wenn es ihn nur ans Ziel führt – Genuss ohne Schranken, ohne Reue. Sganarelle betrachtet das Treiben Don Juans fasziniert und fassungslos zugleich. Er ringt um Worte, er mahnt, er fragt nach Anstand und Moral – und hilft am Ende doch, die amourösen Abenteuer seines Herrn in die Tat umzusetzen. Weder die drohende Rache von Doņa Elviras Brüdern noch die Verwünschungen des Vaters, der ihn verstoßen will, falls er sein Leben nicht ändert, oder die Bitten Doņa Elviras selbst können Don Juan belehren. Als er auf einem Friedhof der Statue des Komturs ansichtig wird, den er einst im Duell tötete, wagt er dreist das Äußerste: er stört die Totenruhe. Er spricht die Statue an und lädt sie zum Abendessen ein. Tatsächlich erscheint »der steinerne Gast« zur Nacht bei ihm und bietet Don Juan die letzte Möglichkeit zur Umkehr
Die Inszenierung »Don Juan« von Tobias Wellemeyer wurde als eine der »wichtigsten Aufführungen der letzten zwölf Monate« in die Vorschlagsliste der KorrespondentInnen von »nachtkritik« für das virtuelle nachtkritik- Theatertreffen 2009 aufgenommen.
Mitwirkende
- Regie
- › Tobias Wellemeyer
- Bühne
- › Iris Kraft
- Kostüme
- › Sabine Pommerening
- Choreografie
- › Alexandre Tourinho
- Besetzung
- › Franziska Melzer
› Eddie Irle
› Camill Jammal
› Marcus Kaloff
› Florian Schmidtke
› Wolfgang Vogler
› Bernd Vorpahl
› Hanns-Jörn Weber
Vorstellungen
- 15. Oktober ’10 › 19.30 - 22 Uhr


